Rebhuhn
Beschreibung
Allgemein
Das Rebhuhn gehört zur Familie der Fasanenvögel, aber woher hat das Rebhuhn seinen Namen? Beim Auffliegen rufen sie förmlich ihren Namen mehrsilbig „Rebrebreb“. Das Männchen bezeichnet man als Hahn, die Weibchen als Henne, hat eine Henne schon eine Brut, wird sie als Althuhn bezeichnet und die Nachkommenschaft als Küken. Rebhühner ernähren sich vornehmlich pflanzlich, nämlich von Knospen, Gräsern, Blattspitzen, Klee, Unkrautsamen und den Körnern unterschiedlicher Getreidearten. Vor der Brutzeit allerdings, fressen sie überwiegend Insekten, das gilt auch für die Küken in den ersten Lebenswochen. Wegen dem hohen Nährstoffverbrauch, sind sie in dieser Zeit zwingend auf tierische Kost angewiesen. Die Lebenserwartung liegt in freier Wildbahn zwischen zwei bis 3 Jahren, in Gehegehaltung kann sie bis auf 7 Jahre steigen.
Lebensraum in Deutschland
Der Rebhuhnbestand in Deutschland ist zwar europaweit gesehen noch gut, aber dennoch rapide rückläufig. Rebhühner werden auch als Feldhühner bezeichnet. Dies aus gutem Grund, im Wald wird man sie vergeblich suchen. Ursprünglich war das Rebhuhn ein Steppenbewohner, aber als Kulturfolger siedelte er sich auf unseren Äckern und Wiesen an. Sie leben auf trockenen und nährstoffreichen Standorten, bevorzugen aber fruchtbare Löss- und Schwarzerdeböden. Die Umgebung sollte möglichst viele kleine Hecken, Feldhölzern und Gräben für die Deckung besitzen.
Lebensweise
Das Rebhuhn ist überwiegend in der Dämmerung oder unter Tags aktiv. Die meiste Zeit über ist das Rebhuhn ein Einzelgänger oder sie halten als einzelnes Paar fest zusammen. Im Spätsommer und Herbst bilden sich kleine Familienverbände, bestehend aus Altvögeln und den ausgewachsenen Jungvögeln. Waidmännisch wird dieser Verband als Kette bezeichnet. In diesem Zusammenhalt bestehen sie den Winter. Wird der Winter allerdings sehr kalt, können sich auch zwei Ketten zusammenschliessen, waidmännisch benannt als Volk. Gemeinsam gehen sie dann auf Nahrungssuche. Das Volk besteht ohne Hierarchie, ist folgedessen ein loser Verbund oder Zweckgemeinschaft. Treffen in den anderen Frühjahr- und Sommermonaten hingegen 2 Ketten aufeinander, kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen. Das Rebhuhn gilt als standorttreu, wenn es das Nahrungsangebot und die Deckungsmöglichkeiten hergeben.
Federkleid
Das Federkleid der Rebhühner besitzt eine ausgeprägte bräunliche Tarnfärbung. Der Hals und die Brust sind grau, Scheitel, Rücken, Flügeldecken, Bürzel (Schwanzwurzel) und Stoss (Schwanz) hingegen braun gefleckt. Die Flanken sind unregelmässig grau-rostfarben gestreift. Besonders auffallend sind die orangen Wangen und Kehlen. Hennen und Hahn lassen sich an den Schwingendeckfedern unterscheiden. Diese Federn weisen bei der Henne einen Schaftstrich mit Querbänderung auf, hingegen beim Hahn nur den Schaftstrich. Unter den Jägern gibt es einen Merksatz: „Der Hahn steigt auf die Leiter“.
Fortpflanzung
Rebhühner führen eine streng monogame Ehe. Die Paarzeit beginnt bereits im Februar/März. Wildlebende Rebhühner paaren sich grundsätzlich nicht innerhalb ihrer Familie, demnach suchen sich die Junghühner immer Partner aus anderen Ketten aus. So meiden sie Inzucht. Damit ein Bestand in einem Revier gesichert ist, müssen also genügend Ketten bestehen. Das Abwerben einer Henne aus einer Kette ist meist mit heftigen Ritualkämpfen verbunden. Zur Balz richtet der Hahn sich auf. Er reckt seinen Kopf und zeigt mit leicht hängenden Flügeln seinen hufeisenförmigen Brustfleck dem Weibchen. In dieser Position umwirbt er die Henne. Sollte sie Interesse haben, zeigt sie ein ähnliches Verhalten. Wenn nun die Partnerwahl erfolgreich war, reiben beide die Schnäbel aneinander, das Gefieder wird gründlich gereinigt und man macht sich gemeinsam auf die Nahrungsaufnahme. Die Paarung findet später statt. Jedes Paar verteidigt sein Revier energisch. Ab Ende April und Anfang Mai beginnen die Hennen zu legen, fast täglich ein Ei, die Brut umfasst etwa 15 bis 20 oliv-braune Eier. Nur die Henne brütet, der Hahn hält in der Nähe des Nestes aufopfernd Wache. Ein Nest besteht aus einer einfachen Mulde, ausgelegt mit wenigen dürren, nie frischgrünen Halmen, ebenso baut die Henne „Scheinnester“, so findet sie die geeignete Brutstelle heraus. Nach etwa 24 oder 25 Tagen schlüpfen die Küken, sie sind Nestflüchter und fliegen bereits nach 2 bis 3 Wochen.
Sinne
Althühner sind sehr wachsam. Sie hören ausgezeichnet und äugen hervorragend.
Bejagung
Da der Bestand wildlebender Rebhühner in den letzten Jahren drastisch zurück gegangen ist, wird in freier Wildbahn kein Rebhuhn mehr erlegt, stattdessen widmen sich die Jäger der Erhaltung und Pflege geeigneter Biotope und versuchen die Rebhühner vor ihren natürlichen Feinden zu schützen.
Zubereitungstipps
Delikates, zartes Fleisch. Klassisch im Ganzen gebraten mit Speck umwickelt. Auch als Rebhuhn auf Linsen oder Sauerkraut.
Steckbrief
Kategorie: Fleisch
Saison: September - November
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