Karpfen
Beschreibung
Cyprinus carpio
Merkmale
Der Karpfen hat eine hochrückige, gedrungene und füllige Körperform, einen Buckel nach dem Kopf, lange Rückenflosse, ein endständiges, unbezahntes und vorstülpbares Maul. Er hat 4 Barteln, davon 2 auf der Oberlippe und je 1 in den Maulwinkeln. Der Rücken ist meist braungrün, die Flanken bräunlich mit Messingglanz, der Bauch heller. Die Flossen bräunlich bis graugrün und die bauchseitigen Flossen teilweise mit rötlichem Ton. Der Karpfen kommt in verschiedenen Zuchtformen vor, die durch die lange Kultivierung entstanden sind. Zum einen gibt es den schuppenlosen Lederkarpfen und die Spiegelkarpfen und Zeilenkarpfen, die nur einige Reihen Schuppen haben, die teilweise vergrößert sind. Dann gibt es noch die Schuppenkarpfen, die ihren Ahnen am nächsten kommen, aber hochrückiger sind.
Vorkommen
Ursprünglich aus den Flusssystemen des Schwarzen und des Kaspischen Meeres stammend, ist der Karpfen heute in fast gesamt Europa beheimatet. Mit Ausnahme vom nördlichen Skandinavien kommt dieser Fisch in vielen Seen, Teichen, Weihern und ruhigen Flussabschnitten vor. In großen Teilen der Erde wurde der Karpfen als Zucht- und Teichfisch eingeführt und weiter Kultiviert, nur in Australien hat der Karpfen den Status eines Schädlings eingenommen. Außerhalb der Zuchtanlagen und Teichwirtschaften, kommt der Karpfen in warmen, stehenden oder langsam fließenden Gewässer mit Pflanzenwuchs und weichem Bodengrund vor. Der Karpfen hält sich tagsüber meist in tieferen Gewässer bereichen oder in Verstecken auf, erst bei Einbruch der Dämmerung wird er aktiv und beginnt mit der Nahrungsaufnahme. Karpfen sind Schwarmfische, die an den tiefsten Stellen den Winter überdauern und in dieser Zeit keinerlei Nahrung zu sich nehmen. Bei Gewässern die im Sommer längere Zeit Temperaturen von über 20° C halten, wächst der Karpfen zu enormen Größen heran und hat eine sehr gute Vermehrungsrate.
Fortpflanzung
Laichzeit der Karpfen ist von Mai bis Juli, bei einer Wassertemperatur von mindestens 18 – 20 °C. Die Eizahl liegt bei etwa 200.000 – 300.000 pro Kilo Körpergewicht des Weibchens. Der normale Durchmesser der Eier nach dem Aufquellen beträgt ca. 1,6 mm. Das Ablaichen erfolgt an ruhigen, seichten, pflanzenreichen Uferstellen in mehreren Portionen, der Schlupf der Larven erfolgt dann nach etwas 3 bis 5 Tagen.
Zubereitungstipps
Mindestmaß: 35 cm
Steckbrief
Kategorie: Fisch
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