Rotauge, Plötze
Beschreibung
Rutilus rutilus
Merkmale
Der Körper des Rotauges ist leicht gestreckt und seitlich abgeflacht, das Maul endständig. Maßgebliches Kennzeichen ist das Auge, das wie der Name schon sagt orange bis rot ist. Die Grundfärbung des Fisches ist graugrün bis silbergrau, je nach Gewässer und Nahrungsangebot kann aber die Körperform und Färbung stark variieren. Die Flossen der Rotaugen sind leicht orangerot gefärbt, die Rückenflosse ist rotbraun. Die Rückenflosse hat 12-14 Strahlen, die Brustflossen haben 16 und die Afterflosse hat 12-14 Flossenstrahlen. Das Rotauge hat entlang der Seitenlinie meist 42-45 große Rundschuppen. Oft wird das Rotauge mit der Rotfeder verwechselt, wobei das deutlichste Unterscheidungsmerkmal zwischen diesen beiden Fischen die Stellung der Rückenflosse ist. Beim Rotauge fängt die Rückenflosse ziemlich genau über den Bauchflossen an, bei der Rotfeder aber erst deutlich hinter den Bauchflossen.
Vorkommen
Das Rotauge kommt fast ganz Europa vor, von Sibirien bis zu den Pyrenäen und von Schweden bis zum Balkan. Das Rotauge fehlt südlich der Alpen und der Pyrenäen, wird hier aber von lokalen Unterarten wie der Südeuropäischen Plötze und dem Escalo abgelöst. Im nördlichen Norwegen, Nordschottland und in teilen von Irland fehlt die Plötze ebenso. Im Allgemeinen kann man sagen, das das Rotauge außer in Hochgebirgsseen und schnell fließenden Bächen alle Süß- und Brackwasserbereiche bevölkert.
Fortpflanzung
Die Laichzeit der Rotaugen ist April bis Mai, bei einer Wassertemperatur von minimal 10° C. Werden die nötigen Temperaturen nicht erreicht, kann die Laichzeit auch bis in den Juni hinein gehen. Gebietsweise werden kurze Wanderungen zu den Laichplätzen unternommen, zum Beispiel in den Brackwasserbereichen der Ostsee ziehen die Rotaugen in Flüssen aufwärts um geeignete Laichplätze zu finden. Das Rotauge ist ein sehr fruchtbarer Fisch, der ein Gewässer in kurzer Zeit übervölkern kann. In flachen und krautreichen Uferbereichen werden die geblichen-klaren klebrigen Eier an Pflanzenstängeln, Wurzeln oder Steinen abgelegt. Die Eier der Rotaugen sind ca. 1,0 bis 1,5 mm groß. Unter heftigen Paarungsspielen werden etwa 100.000 Eier abgelegt. Rotaugen werden allgemein mit etwa 2 bis 3 Jahren geschlechtsreif und bekommen zur Laichzeit einen leichten körnigen Laichausschlag.
Steckbrief
Kategorie: Fisch
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