Fuchs
Beschreibung
Allgemein
Der Rotfuchs ist die häufigste und am weitesten verbreitete Raubtierart in unseren heimischen Revieren und gehört zur Familie der Hunde. In den Fabeln gilt der Rotfuchs, dort Reineke, als spitzfindig und verschlagen, dies kommt wahrscheinlich daher, dass er ein aussergeöhnlicher, instinktsicherer Räuber ist, der rasch Gefahren erkennt und diesen dann geschickt ausweicht. Den männlichen Fuchs bezeichnet man als Rüde, den Weiblichen als Fähe und den Wurf oder Jungfüchse als Welpen. In freier Wildbahn können Rotfüchse etwa 10 bis 12 Jahre alt werden. Rotfüchse sind sprichwörtliche Allesfresser, wobei die tierische Nahrung, über das Jahr gesehen, überwiegt. Bevorzugt ernähren sie sich von Mäusen, Insekten, Wildkaninchen, Gelege von Bodenbrütern, Aas, Fischkadavern usw. Zudem noch von Früchten und Beeren, landwirtschaftlichen Produkten und nicht zuletzt, Abfälle aus der Mülltonne. Ist der Rotfuchs satt und noch Frass übrig, dann vergräbt er diesen, um ihn in den Folgenächten wieder aufzusuchen, falls ihn seine Artgenossen nicht schon vorher entdeckt haben.
Lebensraum in Deutschland
Der Fuchs kommt in Deutschland fast flächendeckend vor, so in der Tiefebene, als auch auf Hochgebirge bis zu 3000m. Er lebt in Waldgebieten ebenso, wie auf der Feldflur, oft entdeckt man ihn auch im Randbereich grosser Städte. Dies macht auch die Anpassungsfähigkeit dieses Wildtieres deutlich. Als Umgebung seiner Bauten wählt der Rotfuchs eher geschlossene Wälder aus, ebenso kommen sie in Gebüschen von Parkanlagen oder in Feldhecken vor. Sogar hat man schon Fuchsbauten auf Friedhöfen ausfindig gemacht. Rotfüchse machen auch nicht halt, um andere, vorhanden Bauten, z.B. von Kaninchen für ihre Zwecke zu erweitern.
Lebensweise
Der Rotfuchs galt bislang als Einzelgänger, ein Meuteverhalten ist bei ihm nicht entwickelt. Während der Aufzucht der Welpen allerdings, im Frühjahr/Sommer, verbringen Füchse in Familienverbänden. Füchse leben dann, entweder als Paar oder ein Rüde und mehrere Fähren, in Territorien zusammen, welche sie nur in Ausnahmefällen, auf Grund von Hunger, verlassen. Durch den Jagddruck führen Füchse ein vornehmlich nachtaktives Leben, nach Einbruch der Dämmerung begeben sie sich auf Beutejagd. Unter Tags schlafen sie in der Regel, ausser sie haben Hunger oder sind auf der Ranz. Während des Winters, gerade bei Schneesturm, aber auch schon im Herbst bei starkem Laubbefall, hält sich der Fuchs überwiegend in seinem Bau auf.
Ranzzeit
Die Begattungszeit, waidmännisch als Ranzzeit bezeichnet, ist regional unterschiedlich von Mitte Dezember bis Mitte Februar, der Schwerpunkt allerdings liegt im Januar/Februar. Mehrere Rüden folgen dann oft einer hitzigen Fähe. Tagsuüber stecken die Rüden dann mit den Fähen im Bau. Für die Jäger beginnt nun die hohe Zeit des Bodenjagens. Die Fähe trägt in etwa 52 Tage und wölft dann 5 bis 6 Welpen meist im März/April. Die Welpen kommen behaart zur Welt und sind als typische Nesthocker blind. Das erste Mal öffnen sie ihre Augen etwa nach 14 Tagen, in dieser Zeit werden sie ausschliesslich von Muttermilch genährt. Die erste, festere Nahrung für die Welpen, ist der halbverdaute Nahrungsbrei der Fähre, die sie erbricht. Rüden beteiligen sich mehr oder weniger an der Aufzucht. Sie sind vor allen Dingen für die Beutebringung zuständig, sobald die Welpen vor dem Bau spielen, werden sie davon ernährt, dies ist meist einen Monat nach dem Wurf der Fall. Die ersten eigenen Jagderfahrungen machen sie in etwa nach drei Monaten, in Form eines Regenwurmes oder Käfer. Jungfüchse, vor allem die Rüde, verlassen im Oktober den elterlichen Bau.
Sinne
Die „Schläue“ und die „List“ sind beim Rotfuchs sprichwörtlich. Sie entstammen aus seiner Schnelligkeit der Reaktion, Wahrnehmungen rasch zu verwerten und auch zu behalten und zuletzt seiner ausgeprägten Sinnesschärfe.
Felle
Nachdem der Rotfuchs ein rot-braunes Fell hat, welches jedoch vielfach unterbrochen ist, unterscheidet der Jäger noch andere Füchse:
- Birkfuchs: der Rücken grellrot, Bauch sowie Kehle grauweiss und die Blume weiss gefärbt
- Kohlfuchs: der Rücken braunrot, seine Blume schwarz. Bauch und Kehle sind grauschwarz
- Brandfüchse: das Fell tiefrot
Wussten Sie, dass…
- Rotfüchse Schnurrhaare tragen, an den Beinen genauso wie im Gesicht? Diese verwenden sie, um sich zurecht zu finden
- Jungfüchse nach der Geburt kurze Nasen haben und aussehen wie Hundewelpen?
- Fuchsaugen grün leuchten, wenn sie nachts angestrahlt werden?
- Der Schwanz des Fuchses vom Jäger Lunte genannt wird und diese besonders im Winter auffallend ist?
- Der Fuchs seine Nahrung nicht kaut? Stattdessen zerteilt er das Fleisch mit seinen Reisszähnen in mundgerechte Stücke.
Steckbrief
Kategorie: Fleisch
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