Fasan

Beschreibung

Allgemein

Der Fasan gilt weltweit als beliebtes Jagdwild, sie gehören zur Familie der Hühnervögel. Das Männchen wird als Hahn bezeichnet, das Fasanenweibchen als Henne und der Nachwuchs als Küken. Den Hahn zeichnet sein farbenprächtiges Federkleid aus, ihn kennzeichnen scharlachrote Rosen, Hörner und kurze Federohren. Er kann eine Körperlänge von bis zu 90cm erreichen. Die Henne hingegen ist eher schlicht, ihr Federkleid ist gelblich-braun bis braun gefärbt und dunkel gefleckt oder getupft. Diese Tarnung bietet ihr Schutz, so wird sie vom Jäger oder Fuchs nur schwer eräugt. Der Fasan ernährt sich je nach Jahreszeit von Getreide, Mais, Eicheln, Insekten und anderen Kleintieren. Im Herbst und Winter bevorzugen sie allerdings Beeren jeglicher Art. Die Küken ernähren sich in den ersten 3 Lebensmonaten überwiegend von Insekten, diese benötigen sie, zur Deckung ihres Bedarfes am tierischen Eiweiss. In der freien Wildbahn wird der Fasan 2 bis 3 Jahre alt, in Gefangenschaft zwischen 8 und 10 Jahre.

Lebensraum in Deutschland

Der Fasan bevorzugt einen Lebensraum mit je einem Drittel Wald, Wiese und Feld. Förderlich für eine gute Umgebung ist der Anbau von Weizen, Hafer oder Hackfrüchten in der Feldmark, ebenso muss der Lebensraum ausreichend Deckung bieten, um sich vor den natürlichen Feinden schützen zu können. Zudem benötigen sie Wasser, wie etwa beschilfte Gewässer oder Wassergräben. Um einen Fasan anzutreffen, beobachten Sie die Umgebung, erfüllt sie die 5 W´s? Nämlich, Wald, Wiese, Weizen, Wasser und Wärme. Dies ist eine Faustregel, an die sich mancher Fasanen-Freund hält.

Lebensweise

Die Fasanen sind tagaktive Wildtiere. Er lebt gesellig, aber im Winter meist nach Geschlechtern getrennt. Wenn man einen Fasan beim Flug in der Startphase beobachtet, stellt man fest, wie schwerfällig und geräuschvoll dieser ist, jedoch auf weitere Strecken sehr schnell im Flug. Bei Gefahr oder Störung versucht der Fasan eher, zu Fuss zu entwischen, als zu fliegen. Wie unsere Haushühner „baden“ auch Fasanen in Sand und Staub, dies bezeichnet man auch als hudern. Sie sind Bodenvögel, welche in aller Regel auf Bäumen oder in höheren Büschen übernachten, aber auch in Schilf oder Rübenblätter, wenn diese gute Deckung gewähren.

Fortpflanzung

Vernimmt man im März ein „Gökgock“ und danach einen Schwingenschlag, so hat die Balz bei den Fasanen begonnen. Das Brutgebiet wird vom Hahn abgesteckt und die Kämpfe zwischen den rivalisierenden Fasanenmännchen sind an der Tagesordnung. In gut besetzten Revieren brüten 5 Hennen im Gebiet eines Hahnes. Der Fasan ist ein Bodenbrüter. Das Gelege, eine flache Mulde, befindet sich in Wiesen, Gehölzern, Hecken oder Weiden. Bedeckt ist das Gelege mit einer Krautschicht und somit gut versteckt, es besteht aus 10 bis 12 graugrünen Eiern. Nach etwa 23 Tage schlüpfen die Küken. Die Henne ist für die Aufzucht ihrer Brut alleine zuständig, der Hahn beteiligt sich nicht an der Brutpflege, dennoch kommt seine Wachsamkeit gegenüber Feinden auch der Henne zugute. Durch seinen Warnruf wird sie aufmerksam, dass Gefahr naht. Die Küken sind Nestflüchter, bereits in der 2. Lebenswoche, können sie bei Gefahr der Mutter-Henne kurze Strecken folgen, mit 3 Wochen baumen sie auf. Bis in den Herbst hinein bleibt die lose Familien-Gemeinschaft zusammen.

Sinne

Der Fasan äugt und hört sehr gut, lediglich sein Geruchssinn ist kaum ausgeprägt.

Unterschiedliche Rassen des Jagdfasans

Den einen Fasan gibt es im deutschen Raum nicht, „unser“ Fasan besteht überwiegend aus Kreuzungen, jedoch kennzeichnen sich die unterschiedlichen Rassen voneinander in ihrem Aussehen.

So der Kupferfasan, er trägt keinen Halsring, jedoch schimmert sein Hals violett, das Bauchgefieder ist braun, besitzt keine weissen Schulterflügel, ist winterhart und bevorzugt den Wald als Lebensraum.

Der helle Ringfasan hingegen, trägt einen weissen, schmalen Halsring, der im Nacken unterbrochen ist. Sein Bauchgefieder ist braun-gelblich und hat helle Schulterflügel. Er ist nicht winterhart und bevorzugt das Feldleben mit Hecken und Feldgehölzen.

Der dunkle Ringfasan trägt einen breiten, weissen Halsring, welcher im Nacken unterbrochen ist. Er besitzt ein grünliches Bauchgefieder, weisse Schulterflügel und ist ebenso nicht winterhart, als Lebensraum bevorzugt er gemischte Feld- und Waldreviere. Er ist ein beliebter Zuchtfasan, jedoch ist er im Verhalten oft sehr unvorsichtig.

Der Dunkelfasan trägt keinen Halsring, sein Bauchgefieder ist blauschillernd und sein Schultergefieder ist braun. Er gilt als winterhart und bevorzugt den Wald als Lebensraum.

Zum Schluss der Japanische Buntfasan, auch er trägt keinen Halsring. Das Bauchgefieder ist dunkel schillernd, sein Schultergefieder rotbraun. Er ist winterhart und bevorzugt Wald und dichte Deckung. Diese Fasanenart gilt als schwer zu züchten.

Der ringlose Kupfer- oder Böhmische Jagdfasan, gilt als älteste in Deutschland beheimatete Rasse.

Zubereitungstipps

Zartes, helles Fleisch ähnlich wie Hähnchen, aber aromatischer. Klassisch im Ganzen gebraten, auch als Frikassee. Fasanenbrust eignet sich zum Kurzbraten.

Steckbrief

Kategorie: Fleisch

Saison: Oktober - Januar

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