Wildtaube

Beschreibung

Allgemein

Die Wildtaube gehört zu der Klasse der Vögel. Bei uns heimisch sind 4 Arten von Wildtauben, die Ringel- und Türkentaube, welche bejagt werden dürfen und die Hohl- und Turteltauben, welche der ganzjährigen Schonzeit unterliegen. Bei der Ringeltaube sind Kopf- und Obergefieder taubenblau, der Hals und Nacken hingegen leuchten grünlich mit purpurnem Schimmer. Gut zu unterscheiden zu anderen Wildtauben, ist die Ringeltaube an ihren weissen Schwingrändern, sie wirken im Flug wie weisse Bänder.

Im Vergleich zur Ringeltaube, wirken Türkentauben klein und schlank. Sie haben ein hellgraues, sandfarbenes Gefieder. Gut erkennbar im Flug ist die Türkentaube durch ihren weissen Unterstoss. Brust und Bauch sind zart rot gezeichnet. Sinnbildlich ist das schmale, schwarze Nackenband, welche den Jungtauben fehlt. Die Türkentaube kam zu ihrem Namen, da sie in den 30ern aus dem Südosten nach Mittel- und inzwischen schon nach Nord- und Osteuropa eingewandert ist.

Wildtauben sind fast reine Vegetarier. Sie ernähren sich von Samen, Früchten, Keimpflanzen, Samen von Raps und Weizen. Im Gegensatz zu anderen Taubenarten, gelangt die Ringeltaube auf Bäume und Sträucher. So gehören auch Bucheckern, Eicheln und sogar Kirschen zu ihrer Ernährung. Die männlichen Tauben bezeichnet man als Tauber, die Weiblichen als Taube, die Nachkommen sind Jungtauben. Die Lebenserwartung einer Ringeltaube liegt zwischen 9 und 15 Jahren in freier Wildbahn, die Türkentaube kann zwischen 15 und 20 Jahre alt werden.

Lebensraum in Deutschland

Die Ringeltaube lebt als Kulturfolger nicht nur in Wäldern, sondern man trifft sie auch in Stadtrandanlagen und Parks an. Abhängig von der Härte des Winters und wie das Mastjahr war, sind sie Stand-, Strich oder Zugvögel. Ihre Nacht- und Tagesinstände richten sich nach den örtlichen Verhältnissen, Wald- und Feldgehölze werden aber bevorzugt. Die Ringeltaube ist die weitverbreitetste Wildtaubenart, sie gilt jedoch als wenig beliebt, da sie sich in der Saatzeit, von den Samen aus den Äckern und Feldern ernährt zum Leidwesen der Landwirte.

Die Türkentauben hingegen halten sich eng an menschliche Siedlungen, sie meiden den geschlossenen Wald. Sie sind Standvögel und überwintern bei uns. Jeden Vogelfreund freut dies, da Türkentauben die Futterplätze für Singvögel als ihr Eigen annehmen. Sie sind auffällig zutraulich. Neben der Ringeltaube, hat sie das 2. grösste Aufkommen.

Wildtauben sind tagaktive Vögel.

Fortpflanzung und Balzverhalten

Ende Januar kann man bereits die ersten Balzflüge der Tauber beobachten, dabei ist der Höhepunkt, wenn sie laut mit den Flügeln klatschen. Der wirkliche Beginn der Balz ist aber erst im Februar/März, kann aber bis November andauern. Nach der Balz leben Ringeltauben in einer Jahresehe, Türkentauben hingegen sind monogam und bleiben ein Leben lang zusammen. Das Nest der Tauben, wirkt sehr liederlich, ist recht durchsichtig aus trockenen Reisern, von Taubern und Taube gebaut. Wildtauben legen nicht viel Wert auf einen schönen Nestbau, ebenso wird es nicht, wie z.B. bei den Wildenten, weich ausgebettet. Ringeltauben brüten meist auf Bäumen und seltener in Parkanlagen. Wildtauben legen mehrmals 1-2 Eier im Jahr, die Jahresbruten sind ineinander verschachtelt, so kann es vorkommen, dass während die Taube schon das nächste Gelege brütet, betreut der Tauber noch die Jungen der vorherigen Brut. Nach 12-14 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie bleiben dann noch 3-5 Tage in Nestnähe und kehren nachts zum Schlafen zurück. Im Gegensatz zur Ringeltaube ist die Brut der Türkentaube Nesthocker, sie bleiben 3 bis 4 Wochen im Gelege bis sie ihr Nest verlassen.

Sinne und Sozialverhalten

Wildtauben besitzen einen sehr guten Seh- und Hörsinn. Wildtauben sind gesellige Tiere, sie halten sich meist in einer Gruppe von bis zu 100 Tauben auf.

Zubereitungstipps

Dunkles, zartes Fleisch mit feinem Wildgeschmack. Taubenbrust rosa braten. Auch gefüllt im Ganzen gebraten ein Genuss.

Steckbrief

Kategorie: Fleisch

Saison: August - Februar

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